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Song Die Spinnerin, D 247 (Schubert)

Franz Schubert (1797–1828)

Song Die Spinnerin D 247

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Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832)

Als ich still und ruhig spann,
Ohne nur zu stocken,
Trat ein schöner junger Mann
Nahe mir zum Rocken.
Lobte, was zu loben war;
Sollte das was...Read more
Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832)

Als ich still und ruhig spann,
Ohne nur zu stocken,
Trat ein schöner junger Mann
Nahe mir zum Rocken.
Lobte, was zu loben war;
Sollte das was schaden?
Mein dem Flachse gleiches Haar,
Und den gleichen Faden.
Ruhig war er nicht dabei,
Ließ es nicht beim Alten;
Und der Faden riss entzwei,
Den ich lang` erhalten.
Und des Flachses Steingewicht
Gab noch viele Zahlen;
Aber, ach! ich konnte nicht
Mehr mit ihnen prahlen.
Als ich sie zum Weber trug,
Fühlt` ich was sich regen,
Und mein armes Herze schlug
Mit geschwindem Schlägen.
Nun, beim heißen Sonnenstich,
Bring` ich`s auf die Bleiche,
Und mit Mühe bück` ich mich
Nach dem nächsten Teiche.
Was ich in dem Kämmerlein
Still und fein gesponnen,
Kommt - wie kann es anders sein? -
Endlich an die Sonnen.

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Added by: Osobnyak , 03.04.2016 00:50           
 
 

 
 
     
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