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Song Phidile, D 500 (Schubert)

Franz Schubert (1797–1828)

Song Phidile D 500

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Ich war erst sechzehn Sommer alt,
Unschuldig und nichts weiter,
Und kannte nichts als unsern Wald,
Als Blumen, Gras und Kräuter.

Da kam ein fremder Jüngling her;
Ich hatt`...Read more
Ich war erst sechzehn Sommer alt,
Unschuldig und nichts weiter,
Und kannte nichts als unsern Wald,
Als Blumen, Gras und Kräuter.

Da kam ein fremder Jüngling her;
Ich hatt` ihn nicht verschrieben,
Und wußte nicht wohin noch her;
Der kam und sprach von Lieben.

Er hatte schönes langes Haar
Um seinen Nacken wehen;
[Und]1 einen Nacken, als [das]2 war,
Hab` ich noch nie gesehen.

Sein Auge, himmelblau und klar!
Schien freundlich was zu flehen,
So blau und freundlich, als das war,
Hab ich noch kein`s gesehen.

Und sein Gesicht, wie Milch und Blut!
Ich hab`s nie so gesehen;
Auch was er sagte, war sehr gut,
Nur konnt` ich`s nicht verstehen.

Er ging mir allenthalben nach,
Und drückte mir die Hände,
Und sagte immer O und Ach,
Und küßte sie behende.

Ich sah ihn einmal freundlich an,
Und fragte, was er meinte;
Da fiel der junge schöne Mann
Mir um den Hals und weinte.

Das hatte niemand noch getan;
Doch war`s mir nicht zuwider
Und meine beiden Augen sahn
In meinen Busen nieder.

Ich sagt` ihm nicht ein einzig Wort,
Als ob ich`s übel nähme,
Kein einzig`s, und - er flohe fort;
Wenn er doch wieder käme!

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Added by: Osobnyak , 03.04.2016 23:01           
 
 

 
 
     
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